Grellgelbe Panik

Heute beim Ziehen der Stockwindel von Stock n° 3 blieb mir beim Anblick der fünf grellgelben Wespen fast das Herz stehen. Sie waren zwar tot, aber In einem ersten Impuls wollte ich den Stock aufreissen und Feuerwehr spielen. Ich habe es dann jedoch gelassen und mich an die Worte eines Bienenzüchters aus meinem Verein erinnert. Wir, die JungimkerInnen, sollten vor allem eines – nicht bei jeder Gelegenheit reingucken, sondern nur wenn es wirklich etwas zu tun oder zu klären gibt. Na gut. Dann also noch einmal hingeschaut, genauer hingeschaut und das Flugloch inspiziert. Keine Wespen am Flugloch, dafür vereinzelte Bienen. Polleneintrag wurde in den Tagen davor gesichtet. Gemüll auf der Stockwindel war weder außerordentlich viel noch viele Bienenbeine oder Bienen-Gliedmaßen oder sonstige Auffälligkeiten. Von dem Gesehen konnte ich nur darauf schließen, dass der Stock Wespenbesuch erhalten, aber keinen großen Schaden erlitten hatte. Dazu kommt, bei der letzten Durchsicht, dem Winterfuttercheck nach Ameisensäurebehandlung, war das Volk stark und gut im Futter. Nun bin ich natürlich ein bisschen stolz meinem ersten Impuls nicht gefolgt zu sein, auch wenn sich aufgrund der mangelnden Erfahrung noch kein selbstbewusstes „Alles-Richtig-Gemacht“-Gefühl einstellen will. Im Grunde ist mir vor allem eines bewußt geworden – ich muss lernen das Gemüll auf der Stockwindel richtig zu interpretieren. Und damit meine ich mehr als nur Varroamilben und Brutsitz erkennen können.

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