Innerlich aktiviert

Schnupfen, Fasching, und die übliche Reproduktions- und Lohnarbeit. Dieser Mix hat mich in letzter Zeit überall hin geführt, nur nicht hierher. Und dann hat mich eine Nachricht erreicht, die mich sehr traurig gemacht hat. Ich dachte, das Verabschieden haben wir mit 2014 hinter uns gelassen. Ein bisschen naiv war er schon, dieser Gedanke. Zwei Erinnerungen an meine Tante sind so lebendig, dass ich davon wahrscheinlich noch meinen Enkelkindern erzählen werde – die Erinnerung an die Größe Ihres Herzens und die Größe Ihrer Butterzöpfe. Beides einzigartig.

Es hat mich aber auch eine E-Mail erreicht, über die ich mich sehr gefreut habe. Herr Rindberger hat sich gemeldet und bestätigt, was ich mir auf dem Symposium schon dachte – die Zeit zu kurz und so vieles zu erfahren und zu erzählen. Die Radiaoästhesie ist weiterhin schwer greifbar für mich, alles andere dafür umso interessanter. Gern hätte ich mehr über seine Völkerführung erfahren. Aber – Herr Rindberger ist auch Referent für ökologische Bienenhaltung des ÖIB und mit diesem Auftrag auch bestimmt einmal bei einem der Imkervereine in meiner Nähe. Er gibt auch Kurse in Linz und für alle, die sich für Bio-Bienenhaltung und/oder deren Produkte interessieren, hab ich seine Webseite auf genussland.at hier auf der Seite im Blogroll verlinkt.

Und apropos Vorträge – eines der Bücher, das ich gerade lese, nennt sich „Der Mensch und die Bienen“ von Michael Weiler. Und wie ich heute dank der Rundmail der bodensee akademie erfahren habe, hält Herr Weiler in Kürze ganz in meiner Nähe einen Vortrag zum Thema: Der Bien: Ein Natur und Mensch begeisterndes Wesen – und der Sinn einer blühenden Landschaft. Was können WIR selbst für den Lebensraum von Bienen, Hummeln & Co tun?. Der Vortrag wird von der bodensee akademie organisiert und findet am 24. März 2015 in Dornbirn statt, weitere Infos und den gesamten Veranstaltungskalender der bodensee akademie gibt´s hier.

Ja und eben diese bodensee akademie hab ich jetzt auch gleich mal im Blogroll verlinkt, genauso wie meinen Lieblingsgarten, den Stadtgarten Feldkirch. Längst überfällige Verlinkungsarbeit. Was mache ich eigentlich so den ganzen Tag über? Ach ja, genau – Fasching und Schnupfen. Aber auch das ein oder andere lesen, so wie hier, eine Stelle aus Herrn Weilers Buch, die mir besonders gut gefällt, nicht zuletzt weil sie gerade zur Jahreszeit passt:

(…) Honig (ist) ein Ergebnis der Sinneswahrnehmung des Bienenstocks (ist). Sinneswahrnehmung im Somme, Riechen und Schmecken beim Besuch der Blüten im Umkreis – Riechen, Schmecken und Tasten bei der Honigbereitung aus dem gesammelten Nektar im Bienenstock. Diese Sinneswahrnehmung wird in Form des Honigs in den Waben eingelagert. Im Winter zehrt das Bienenvolk davon, wodurch die Sinneswahrnehmung innerlich wieder aktiviert wird. Eine Sinneswahrnehmung, die innerlich aktiviert wird, nennt der Mensch „Erinnerung“. Insofern könnte man sagen, dass Honig Gedächtnischarakter hat, „Gedächtnis“ ist. Im Winter ist er für die Bienen die Erinnerung an ihre Aktivität im warmen Sommer – und eine Vorahnung, ein Vorgeschmack auf den kommenden warmen Sommer. (…)**

*Beitragsbild: Ein Fenster im Verkehrsmuseum Dresden, Johanneum am Neumarkt, Februar 2015.

** S. 87. Der Mensch und die Biene. Michael Weiler. Lebendige Erde im Demeter e.V., Darmstadt. 2000. ISBN 978-3-921536-60-5

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