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Bienen machen Schule im Ländle

Die diesjährige Bienen machen Schule Tagung findet in Vorarlberg statt! In Hohenems, von 07.09.-09.09.2017. Das genaue Programm gibt es hier, für weitere Infos und Anmeldung bitte hier entlang!

Die Tagung „Bienen machen Schule“ ist mit ca. 150 Teilnehmenden ein beliebtes, länderübergreifendes Forum für praxisbezogene Umweltbildung, naturwissenschaftliches und ganzheitliches Lernen an formellen und informellen Lernorten. Die Veranstaltung bietet Konzepte zur Integration der Bienen in den Unterricht, in die Bienen-AG oder in die außerschulische Kinder- und Jugendbildung. Die Teilnehmer erhalten fachbezogene sowie fächerübergreifende Arbeitsanleitungen und Vorschläge für Unterrichtseinheiten rund um die Themen Bienen, Blüten und Biodiversität. Darüber hinaus können sie praktisches Wissen für die Arbeit in der Schulimkerei erwerben.

Eingeladen sind Lehrkräfte aller Schulformen und Klassenstufen; Erzieher und Imker, die gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten sowie Umweltpädagogen, Landwirte, Obst- und Gartenbauvereine, Landschaftsplaner und -architekten.

Die Tagung „Bienen machen Schule“ findet jedes Jahr statt und wanderte bisher durch Deutschland. Aus Anlass des aktuellen INTERREG-Projektes „Blühendes Bodenseeland“ und auf Einladung des Netzwerkes Blühendes Vorarlberg findet die Tagung 2017 dieses Mal in Vorarlberg statt. Die Tagung wird zur LehrerInnen- Fortbildung empfohlen.

conquer pain with love

Weiterkämpfen. Weitermachen. Weitersuchen. Es scheint das Motto dieses Jahres zu sein. Die sichtbaren Kämpfe und jene im Inneren. Am einen Tag scheint mir alles einfach und klar, ich kann das Unmögliche denken. Ganz ohne Bienen leben. Alles hinschmeißen, die Völker verkaufen, die Schleuder, meinen Stockmeißel. Und dann die Ausbildung abbrechen und sie dem ganzen Krempel hinterher schmeißen.

Nur handeln will ich nicht so.

Ammophila fantastica

Dicke Schneeflocken fallen vom Himmel. Der Kontrast zur Wärme der vergangenen Tage könnte nicht größer sein. Während meine Bienen an den vergangenen Tagen Pollen im Gelb verschiedener Nuancen eintrugen, habe ich das Futter kontrolliert und für´s Erste für ausreichend befunden. Wenn die Bienen Pollen eintragen, ist das ein Anzeichen dafür, dass die Königin bereits wieder Eier (auf Imkerisch: Stifte) legt, ein bisschen überrascht war ich dann aber doch, bereits verdeckelte Brut vorzufinden. Die Zeit vergeht so schnell…

Die vergangen Wochen habe ich, was Bienen, Menschen und das Leben als solches anbelangt, so viel und intensiv erlebt, dass ich immer noch dabei bin das Erlebte zu sortieren. Da war zum einen der Besuch des Seminars Wege zu einer wesensgemäßen Bienenhaltung in der Versuchsimkerei Fischermühle von Mellifera e.V., zum anderen die Frühlingsbegegnungen mit meinen Bienen, das erste gemeinsame Sonnenbaden und auch der erste Stich, der diesmal von Herrn P. mehr oder weniger dankend entgegen genommen wurde.

Gestern Abend fand ein interessanter Vortrag zum Thema Wildbienen in Feldkirch statt (siehe die Bienentermine vom letzten Eintrag). Der Vortragende war Herr Timo Kopf und er hatte so einiges über die beeindruckende Vielfalt an Wildbienenarten zu erzählen. Ich war ergriffen von der spektakulären Schönheit so vieler Wespenarten und die Vermutung, dass die Nisttöpfchen auf unserem offenen Dachboden wohl von einer Wildbienenart stammen, hat sich wieder einmal erhärtet (die große Frage ist eher von welcher, mein innerer Sherlock Holmes tippt auf die Indische Mörtelgrabwespe).

Ein bisschen überwältigt war ich von der Sandwespe, die für Ihre Brut ein Nest im Sand anlegt, sich dann Schmetterlingsraupen besorgt, diese im Nest ablegt (gelähmt durch einen Stich) und darauf ein einziges Ei legt. Und jetzt kommt´s – das Nest mit dem Ei und der Raupe wird wieder mit Sand oder Steinen verschlossen und – die Sandwespe klopft mit einem Stein den Sand fest. Sie verwendet ein Werkzeug (!). Dann hörten wir noch von Wildbienen, die so sehr auf eine Art von Pollen spezialisiert sind, dass sie keinen anderen sammeln und verwerten können. Von Pflanzen, die sich chemisch so auf bestimmte Wildbienen spezialisiert haben, dass sie Imitate der Sexualpheromone der bestimmten Weibchen produzieren, mit dem Ziel, dass sich ein Männchen dieser Wildbienenart zur Scheinejakulation auf der Blüte einfindet und so die Bestäubung erledigt.

Eine fantastische und spektakuläre Welt, die sich einem eröffnet, und das direkt vor der eigenen Nase. Apropos Eintauchen in die wunderbare Welt der Wildbienen: Am 24.04.2016 veranstaltet die Stadt Feldkirch einen Wildbienenspaziergang mit Herrn Kopf in Bangs, weitere Infos gibt es hier.

Und das ist noch nicht alles, es gibt neue Links im Blogroll: Einmal die Wildbienen-Informations-Webseite von Herrn Paul Westrich, wo sich unter anderem wunderbare Anleitungen zum Bau von Nisthilfen für Wildbienen finden (siehe z.B. hier), sowie die Forschungsdatenbank über Natur in Vorarlberg von inatura Dornbirn, wo es auch einiges an Forschung von Herrn Kopf nachzulesen gibt.

bee, there

Neue Bienentermine im Ländle:

  • Nächsten Mittwoch, 24. Februar 2016 um 19:00 Uhr im Palais Liechtenstein in Feldkirch: Vortrag zum Thema Wildbienen (Referent: Timo Kopf, der im Bereich Wildbienen in Vorarlberg spannende Forschung betreibt, zu finden unter anderem hier), weitere Infos zur Veranstaltung hier.
  • Und die Woche darauf, am Dienstag, 1. März 2016 um 20:00 Uhr im ORF Landesstudio Vorarlberg in Dornbirn: Vortrag zum Thema Was wir von den Bienen lernen können (Referent: Martin Ott, Biodynamische Landwirtschaftsschule Gut Rheinau, CH), weitere Infos zur Veranstaltung bei der bodensee akademie.