Science

Nö, ist sie nicht (die „Stadtbiene“)

Gutes Neues! Und falls wer noch einen Vorsatz für 2017 benötigt, bitte einfach kurz melden, ich hab für jeden was auf Lager.

Bei orf.at nimmt man sich hoffentlich vor elegantere (weil richtigere) Headlines zu schreiben. Mit „Stadtbiene lebt gesünder als Landbiene“ oder „besser ernährt“, „weniger belastet“ oder auch dem eigentlichen Titel des Artikels, der da heißt „Bienen leben in der Stadt oft besser“ wäre auch schon alles gesagt gewesen.

Geworden ist es trotzdem das:

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Und bevor sich wer fragt (so wie ich), ob es vielleicht eine neue Studie oder neue Beobachtungen zum Bienenverhalten (Putztrieb, Sammeltrieb, etc..) gibt, nein nein nein, der Titel ist irreführend und hat mit dem eigentlichen Artikel nichts zu tun.

Stadtbienen sind nicht fleißiger als Landbienen, aber – sie leben in einer weniger belasteten Umgebung und finden in dieser zudem mehr Futter (Blüten). Und das wiederum kann zu höheren Honigerträgen führen, hat mit dem Verhalten (Fleiß) der Tiere jedoch nichts zu tun. Der eigentliche Artikel von science.orf.at befindet sich hier, natürlich lesen, wider jede schlecht geschriebene Verlinkung.

Ton Steine Scherben

Heute in aller Munde (sprich auf scienceorf.at und Ö1) – eine neue Studie über die Nutzung von Bienenprodukten durch den Menschen in der Jungsteinzeit. Besonders interessant dabei: Bienenwachs bietet eine Art „chemischen Fingerabdruck“ durch den sich die Nutzung von Bienenprodukten (durch Bienenwachsreste in Scherben von Tongefäßen) datieren lässt.

Einen Audiobeitrag mit z.B. einem kurzen Interview von Mélanie Roffet-Salque von der Universität Bristol gibt es auch auf der Nature Website zu hören, hier geht´s lang zum Audiobeitrag, und hier zum ORF-Artikel.

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